TOURBOOK

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11.05.2019 - AUTOHAUS HENSELEIT, VAREL

Dear Diary,

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es ist Freitag nachmittag und wir befinden uns auf dem Weg ins schöne Friesland - voller Vorfreude auf die morgige Show, allerdings mit banger Erwartungshaltung mit Blick auf den Sound. Der Soundcheck findet aus organisatorischen Gründen bereits heute Abend statt, weswegen wir uns in zwei Grüppchen aufgeteilt haben und die A1 hochjagen: Robin, Marv und Sanni bilden mit den Hauptteil des Equipments die Vorhut, Shirley und Theus folgen zeitversetzt - und entgehen nur knapp einer Vollsperrung, was neben einer ärgerlichen Verzögerung zu einer enormen Erweiterung der Ortskenntnisse führt. Zum Glück haben wir kein zeitliches Limit, und der Soundcheck kann trotz Verspätung noch erfolgen. Nach etwas „Rumgefummel“ ist der Sound trotz „Donnerhall“ (leeres Autohaus) ganz ok, und wir können uns beruhigt dem Abendprogramm widmen, dass unter der Leitung von Sanni mit einem gemeinsamen Koch-Event beginnt und im Genuss diverser alkoholischer Getränke endet.

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Der Samstag beginnt entspannt mit einem Frühstück auf der Sonnenterrasse, und die Mädels nutzen das gute Wetter für einen Einkaufsbummel mit anschließender Radtour zum Vareler Hafen, während die Jungs … ja was eigentlich!? … machen. Erst am späten nachmittag brechen wir dann zum Autohaus auf, wo wir auf die weiteren Bands des Abends treffen, die uns bereits bekannten Black Letter Days sowie Funtastic Four, eine regionale Police- und 80er-Coverband, die heute eröffnen wird und die kurze Zeitspanne bis zum Auftritt noch für ihren individuellen Soundcheck nutzt. Wir hören ein bisschen zu, Shirley und Sanni dekorieren den Merch und irgendwann treffen die ersten Zuschauer ein und zum Glück füllt sich das Autohaus recht gut. Die Stimmung ist zu Beginn noch sehr gemächlich, aber immerhin wippt der eine oder andere Fuss zu „Message in a bottle“ oder „So lonely“ mit. Mal schauen, was wir gleich reißen können.

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Stagetime: Drums, dann shoutet Shirley dem Publikum entgegen: „Everybody stand, get out of your chair / let me hear you shout, put your hands in the air“ - auch wenn diese Textzeile (leider) nicht auf unseren Mist gewachsen ist, sondern von den Dead Daisies stammt, deren Song „Make Some Noise“ wir uns heute als Opener „geliehen“ haben - zutreffender hätte es nicht sein können. Wir bieten ein ziemliches Kontrastprogramm zur ersten Band, aber der Plan geht auf. Mit „Jack It Off“ und „Godiva“ gibt es weiter die volle Hardrock-Kante, und die Vareler sind jetzt voll dabei und rocken was das Zeug hält. Das wir heute gar keine „richtige“ Bühne haben sondern ebenerdig mit dem Publikum stehen, erweist sich dabei als Riesengewinn, denn Shirley kann sich bei Gelegenheit unters Publikum mischen und den direkten Kontakt aufbauen. Der „Donnerhall“ des Vortages ist zum Glück dank gut gefüllter Halle Vergangenheit, und so steigt hier bei erstaunlich gutem Sound und bester Stimmung eine Rockparty, und unsere Songs werden ebenso gefeiert wie die für den heutigen Abend gezielt eingestreuten Coversongs. Viel zu bald schon schließen wir die Show mit „The Promise“ ab (das einige tatsächlich mitsingen!), um dann mit „Zombie“ und „Sweet Child“ zwei Cover hinterherzuwerfen, die einfach nur gefeiert werden. Wir und das Publikum haben einen Riesenspass, leider haben wir dann keine weitere Zugabe mehr geplant, aber es wäre an dieser Stelle auch unfair gegenüber den Black Letter Days gewesen, weiterzuspielen. Außerdem soll man ja gehen, wenn es am schönsten ist ;-)) 

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Natürlich geht die Party mit den Black Letter Days standesgemäß weiter, und die Jungs hauen ein tolles Programm mit unseren Lieblings-Grunge und Rocksongs der letzten … 30!? … 40!? … Jahre raus. Bei der Zugabe darf Shirley dann noch einmal auf die Bühne und gibt mit Sänger Abbi eine schöne Rockversion von Michael Jacksons´“Billie Jean“ zum besten. 

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Erst im Morgengrauen kommen wir wieder an unserer Unterkunft an … in Friesland ticken die Uhren irgendwie noch anders! Geil war´s … hoffentlich bis zum nächsten Mal!

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Ganz herzlichen dank an Jens und Nicole Reimnitz, das Autohaus Henseleit, Abbi und die Black Letter Days - und natürlich an alle, die mit uns gerockt haben!

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*Shirley*Sanni*Theus*Marv*Rob*

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PS. 

Unseren unglaublichen marketingtechnischen Fähigkeiten ist es zu verdanken, dass wir kein einziges Foto - nicht mal ein Selfie! - an dem kompletten Wochenende gemacht haben. Noch erstaunlicher ist es allerdings, dass auch kaum ein Konzertbesucher mit dem Handy gefilmt hat und auch die örtliche Presse anscheinend keinen Vertreter geschickt hat, der Fotos von der Veranstaltung gemacht hat. Das muss man erstmal schaffen - wir zumindest geloben Besserung ;-)))

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Foto: Download